Fragen über Fragen

1) Was willst du mit deinem Blog-Pseudonym ausdrücken, warum hast du genau dieses Pseudonym gewählt?

2) Wie lange blogst du schon?

3) Warum blogst du eigentlich?

3 a) Was ist der Reiz am blogen? Geht es darum sich auszutauschen? Geht es um Selbstdarstellung? Macht es einfach "nur" Spaß?

4) In welchen Situationen blogst du?

5) Geht es dir in deinen Einträgen auch um Fiktives? Fiktiv, in dem Sinne, dass man Erlebtes so hinschreibt, dass es interessanter zu lesen ist, also vielleicht ein klein wenig verändert? Blogst du einfach vor dich hin oder sind deine Einträge durchdacht und geplant bzw. haben ein Konzept?

6) Welches Konzept, so du eines hast, verfolgst du mit deinem Blog? (Z.B. Ist es ein journalistisches blog...)

7) Hat dein Blog etwas Literarisches, versuchst du deine Einträge literarisch zu gestalten?

8) Für wen blogst du? Wie stellst du dir deinen Adressatenkreis vor? Glaubst du, du kannst in deinem Blog etwas bewirken bzw. verändern bzw. meinungsbildend sein?

9) Wie gehst du in deinem Blog mit dieser virtuellen Öffentlichkeit des Internets um?

10) Bist du blogsüchtig?

11) Ist ein Blog zu lesen interessanter als die Zeitung zu lesen, obwohl ja die heutige Berichterstattung auch versucht unterhaltsam zu sein? Oder geht es um den persönlicheren Blick des Blogers?


Die Fragen sollen euch zum nachdenken anregen, es würde mich freuen, wenn sie nicht nur mit "ja" oder "nein" beantwortet werden... Sollte euch noch etwas einfallen, bitte einfach ergänzen. Ich werde einige eurer Antworten in die Mod. einfließen lassen!

Mit freundlichen Grüßen,
eure Moderatorin
jurijmlotman - 5. Jan, 13:35

antwort auf fragen

1) Was willst du mit deinem Blog-Pseudonym ausdrücken, warum hast du genau dieses Pseudonym gewählt?

es musste schnell gehen, weil ich mich eigentlich aus versehen bei twoday angemeldet hatte.
jurij m. lotman ist ein theoretiker, den ich sehr schätze, er war in estland tätig, wo ich familiäre wurzeln habe, und meine initialen ml sind da auch mit drin (aber das habe ich erst hinterher bemerkt)

2) Wie lange blogst du schon?

seit november 2003

3) Warum blogst du eigentlich?

3 a) Was ist der Reiz am blogen? Geht es darum sich auszutauschen? Geht es um Selbstdarstellung? Macht es einfach "nur" Spaß?

es bedeutet sich selbst zu objektivieren: (1) in einer schrift, die definitiv ist, und (2) in einem prinzipiell öffentlichen raum. alles was da hochgeladen ist, gilt. sätze und gedanken spuken tausende durch den kopf, aber so entsteht knappheit, eine spur, zwischenräume auch, in denen man sich selbst "in die existenz schreibt" (david weinberger)

4) In welchen Situationen blogst du?

5) Geht es dir in deinen Einträgen auch um Fiktives? Fiktiv, in dem Sinne, dass man Erlebtes so hinschreibt, dass es interessanter zu lesen ist, also vielleicht ein klein wenig verändert? Blogst du einfach vor dich hin oder sind deine Einträge durchdacht und geplant bzw. haben ein Konzept?

nein, fiktives interessiert mich überhaupt nicht.
weder "einfach so" noch "konzeptuell geplant" - irgendwo dazwischen.

6) Welches Konzept, so du eines hast, verfolgst du mit deinem Blog? (Z.B. Ist es ein journalistisches blog...)

das entwickelt sich ("emergiert"). angefangen habe ich mit den themen "ich als denkendes medienwesen" und "aging of pop".

7) Hat dein Blog etwas Literarisches, versuchst du deine Einträge literarisch zu gestalten?

eher nicht. wenn, dann unabsichtlich. hängt davon ab, wie weit man "literarisch" fasst.

8) Für wen blogst du? Wie stellst du dir deinen Adressatenkreis vor? Glaubst du, du kannst in deinem Blog etwas bewirken bzw. verändern bzw. meinungsbildend sein?

für für einen erstmal rein fiktiven resonanzraum von "geistesverwandten".
wenn ich merke, dass es wirklich jemand liest, bin ich jedesmal überrascht, aber auch glücklich. weil ich das gefühl habe, es gibt leute, die zumindest für bestimmte momente geistesverwandt sind, und ich mich sonst eher isoliert fühle.

9) Wie gehst du in deinem Blog mit dieser virtuellen Öffentlichkeit des Internets um?

--- (siehe 8)

10) Bist du blogsüchtig?

nein. aber ich verstehe, wie man es werden könnte.

11) Ist ein Blog zu lesen interessanter als die Zeitung zu lesen, obwohl ja die heutige Berichterstattung auch versucht unterhaltsam zu sein? Oder geht es um den persönlicheren Blick des Blogers?

Ja, aber natürlich nur bei bestimmten blogs (die für jede/n andere sind).
es geht nicht um den blick, sondern um die STIMME.

boombaye - 6. Jan, 19:00

bei uns gibts ja immer zwei,

die zu entscheiden haben. aber ich versuch hier mal eine antwort für eine anmoderation und die liebe hausherrin des blogs limevalley wird dann kommentieren und verändern oder loben.

unser tal gibt es seit es unsere wg nicht mehr gibt, also seit ca 5 monaten. der blog wurde von c. ins leben gerufen, unter anderem als eine art ersatz-wohnzimmer für zwei ehemalige wohngemeinschaftlerinnen. boombaye stieg dann in einer rasanten karriere binnen weniger tage zur co-administratorin auf und machte sich im tale breit. vorher lungerten wir jeweils im zimmer der anderen oder oft und gerne auch in der küche herum um uns über besonderes und allgemeines auszutauschen, das tun wir zwar jetzt auch noch aber ergänzend halt auch im netz.

mein pseudonym habe ich schon lange und verwende ich auch regelmäßig für alles mögliche. es kommt daher, dass meine englischen freunde immer schwierigkeiten mit meinem nachnamen hatten und statt ale bachlechner lieber "ALI, BOOMBAYE!" sangen (die anfeuerungshymne des boxers mohammed ali, die soviel heißt wie kill him, also sehr machohaft-gewalttätig tönt. ich mag den kontrast zu meinem eigenen lammfrommen wesen).

aus der form und entstehungsgeschichte unseres geteilten blogs (meta-diskussionsansatz: wem gehört denn nun ein blog überhaupt?) ergibt sich auch inhaltliches. die kategorien entsprechen den dingen, die wir untereinander besprechen: ich, die anderen und die ganz anderen und was man denn davon halten soll. außerdem haben unsere beiträge auch oft die form einer erlebten geschichte und sind in folge schon versuchsweise "literarisch" aufgemotzt.

ich denke unser leserInnenkreis ist sehr sehr klein, wenn assotsiationsklimbim, sour und creekpeople auftauchen ist eh schon fast voll. wir sind jedesmal vollkommen überrascht, wenn kommentare von uns unbekannten menschen verfasst werden. normalerweise ist das ein innsiderding.

soviel erstmal von mir.

limevalley - 6. Jan, 19:48

ich hätte es nicht treffender beschreiben können und kann mich dem nur lobend anschließen.
ergänzend sei hier deshalb nur noch mein pseudonym erklärt. limevalley war ein seltsamer geistesblitz der sich aus meinem nachnamen entwickelt hat. übersetzt man diesen nämlich ins englische ergibt sich ein Wortspiel: lime heißt sowohl linde als auch limette. damit war auch das layoutproblem gelöst: der blog bekam ein zitrusfrüchtchenkleid.
assotsiationsklimbim - 6. Jan, 22:52

blogs gehören niemand und sind frei wie es alle texte und alles geistige eigentum und alles sein sollte.
creekpeople (Gast) - 7. Jan, 04:12

Geistiges Eigentum sollte nicht frei sein, denn so macht man den Geist kaputt. Texte sollten ebenfalls nicht frei sein, denn so macht man den Text kaputt. (Und mit "frei" meine ich nicht nur "befreit" sondern auch "gratis")
"Gehören" darf etwas aber auch mehreren.
assotsiationsklimbim - 7. Jan, 17:27

ich finde ja gehören sollte alles allen, speziell bei "geistigem eigentum" wirds ja nicht weniger, wenn man es teilt. das machte auch nichts kaputt, aber das ist natürlich nur meine ansicht.
assotsiationsklimbim - 6. Jan, 22:25

alles gelingen ist gnade

das pseudonym assotsiationsklimbim ist ein missgeschick, eigentlich sollte so nur mein blog heißen und ich selbst mauszfabrick, was schon seit ca. 99 mein netzname ist. ich habe das nur beim anlegen des blogs aus schlampigkeit falsch gemacht. mauszfabrick ist die verballhornung meines alten netznamens durch viele user der fm4.orf.at-community, assotsiationsklimbim entstand dadurch, dass ich im rahmen der wienreise der mittelschule im kunsthistorischen museum mit einer freundin auf einer bank saß, sie assoziationen sagte und ich klimbim.

ich habe angeregt durch ein seminar bei jurijmlotman zum thema und die lektüre von rainald goetz' abfall für alle im frühjahr 04 zu bloggen begonnen. die begeisterung für goetz' projekt war dabei wohl die haupttriebkraft. die alte antvillschule rund um peter praschl und natürlich andy warhol würde ich als weitere vorbilder angeben wollen.

das assoziationsklimbim ist also ebenfalls der versuch der konsequenten aufzeichnung der lebensbereiche, die dafür geeignet erscheinen. der untertitel weblog für pop, schmerzen und twenage angst sagt genau das: pop ist meine wahrnehmung der mich umgebenden welt (medien, menschen, lektüre), schmerzen
sind die angeblich nichtdiskursiven bereiche ("körper", "gefühle", birth-school-work-death), twenage angst benennt meine so called lebensituation: weißer männlicher literaturwissenschaftsstudierender gebildeter reicher weißer eltern.

der reiz liegt sowohl im prozess des aufzeichnens des tagtäglich um mich entstehenden texts wie im rückwirken dieses textes auf das so genannte "echte leben". ein freund hat einmal gesagt, man würde mir anmerken, dass ich dinge nicht einfach erlebe, sondern sie als die texte lese, als die ich sie lesen will. ein heimliches hauptthema des klimbim ist genau das: diese immer schon bestehende rückkoppelung, die vermitteltheit der welt, das freudige begrüßen der abwesendheit einer eigentlichtkeit, eines wesens, einer präsenz. der zeichenkampf. die affirmation. die missverständnisse. die metaebenen. die müdigkeit. das pathos. dazu schöne oberflächen, gute musik und richtige anziehsachen.

zu beginn dachte ich noch, es würde vieles nicht ins klimbim passen. ich wollte nie unschickes, politisches, körperliches, sex, liebe oder gefühle erwähnen. was alles doch blogbar ist und wie schön der text durch sein immer breiteres abdecken immer mehrerer dinge wird, lerne ich jeden tag noch neu. die auswahl dessen, was gebloggt wird, wird durch sehr viel zufall und den grundsatz, nur schickes und positives zu bloggen, getroffen. nach wie vor gilt, dass im klimbim keine dritten personen kenntlich in einer weise erwähnt werden, von der ich annehmen kann, dass sie ihnen nicht recht wäre; dass es keine ironie geben darf; dass das unwichtigste am klimbim das feiern eines ichs ist, das sich nicht im text versteckte. berechtigung zur aufzeichnung ist nicht die besonderheit eines ichs, sondern die der welt. das, was man gerne den jetzt-sound nennt, völlig zu vermeiden, gelingt mir nicht immer.

ich würde mich dagegen wehren von fiktionalisierung zu sprechen, weil das ja sagen würde, es gäbe überhaupt texte, die sich "realistisch" auf prädiskursive phänomene bezögen. genau das glaube ich ja nicht. manchmal verwende ich anfangsbuchstaben von namen, von denen ich glaube, dass die damit bezeichneten menschen nicht wissen, dass ich sie so nenne.

ich benütze das klimbim als arbeitsinstrument und rohstoffquelle für meine ja bekannten anderen versuche, literarische texte zu verfassen. ich würde es nicht als literatur lesen, es wäre aber sicher lustig, wenn das jemand täte.

nach meiner blauäugigkeit ganz zu beginn weiß ich mittlerweile eher schon, welche mir offline bekannten und auch nicht bekannten menschen das klimbim lesen. ideale leser/in (jauß) wäre jemand, die/der genau wie ich ist.

ich finde es (wie in der offlinediskussion gesagt) falsch, den begriff sucht zu verwenden. luftsüchtig sagt man ja auch nicht. ich kann auch keine virtuelle öffentlichkeit erkennen. das netz ist kein ort, der weniger "real" ist, als der supermarkt gegenüber. hier wie im "echten leben" konstruieren wir aus zeichen "identitäten". hier ist das vielleicht ein bisschen offensichtlicher.

ich lese mittlerweile viel mehr im netz als offline-zeitung/mainstream-medien. es ist schneller, schicker und stimmiger hier.

jurijmlotman - 10. Jan, 14:25

hiltbrunner-zitat

aber doch nicht das originalwerk gelesen, oder?
(ich habs mir vor paar monaten im netz gekauft.)
assotsiationsklimbim - 10. Jan, 15:30

nee, nicht gelesen. ich finde nur den satz allein schon so oft so passend, dass ich mich manchmal nicht zurückhalten kann, ihn nicht zu verwenden. so "privat" zum lesen komm ich ja kaum noch, leider.
creekpeople (Gast) - 7. Jan, 13:17

Antworten auf Fragen

Ich blogge so lange wie es das Creekpeople-Resort nun schon gibt, das heißt in etwa seit 25 Monaten. Der Name Creekpeople kommt von einer musikalischen Vorliebe, genauer gesagt von dem amerikanischen Indie-Label Saddle Creek. Da das Resort ein „offener Blog für alles“ werden hätte sollen, kam mir „people“, das Singular und Plural so wunderbar vereint, gerade recht. An den Gedanken, des offenen Blogs knüpfen sich meine Probleme bei der Beantwortung der Frage nach dem Warum?. Es reizt mich ja eben nicht, einen persönlichen Blog zu führen, es interessiert mich nicht im geringsten, kleinste Details aus meinem Privatleben preiszugeben. Die einzige Rubrik, die versucht dies zu tun, befasst sich mit Träumen, wodurch das „Leben“ durch den onirischen Blick bis zur Unkenntlichkeit kodiert wird. Auch einer „literarischen“ Gestaltung der Beitrage bin ich abhold. Ich empfinde es fast als Anmaßung, des Blogs, so zu tun, als könne es überhaupt Literatur sein. Ich denke Literatur als etwas bewusst Gestaltetes. Das tun Blogs (meiner Erfahrung nach) nicht. Texte, die ich als literarisch einstufe und am Blog veröffentlichen will, stelle ich als Download ein. In den übrigen Beiträgen ist mir sehr daran gelegen, dass sowohl ich als auch die anderen Contributoren, sich an journalistischer Schreibe orientieren. (Langsam wird klar, dass all meine Ansprüche dem Resort gegenüber ständig in Gram und Enttäuschung enden – das fängt bei nicht eingehaltenen Rechtschreibregeln an und geht bis zu der leidigen Erfahrung, dass Blogs eine gewisse Egomanie und Ich-Bezogenheit ständig herausfordern. Die „Objektivität“, die mir so am Herzen läge, legt sich gerne anderswo ab.)
Auch bei der Zielgruppe könnte man sagen, dass eine Wunschvorstellung besteht, sie im offenen Blog jedoch weder von der Contributoren noch von der Kommentatorenseite kontrollierbar ist. Ich würde das Resort definieren als Magazin und Forum für Menschen, welche die uns umgebende Marken- und Populärwelt im Spiegel eines neuen Mediums begreifen und verstehen wollen. „(Lebens-)Kunst“ eben. Oder: „We are ugly but we have the music“. Allerdings gibt es genügend Printmagazine, die dies besser tun, als beispielsweise das Resort. Der Reiz im Blog, besteht also doch darin, dass die Komment-Struktur auf den Primärinhalt regulierend zurückwirken kann und dies auch tut. Insofern will ich Blogs gar nicht mit Printmedien vergleichen. Es ist etwas anderes. Blogs kann man eben nicht gemütlich am Frühstückstisch lesen. Zeitungen nicht unterm Artikel kommentieren. Der Vergleich ist überflüssig. Man sollte auch nicht Prosa und Gedichte wertend vergleichen. Beides kann schön sein.
Und schließlich noch die Sucht und Öffentlichkeitsfragen: Süchtig – klares Nein. Ich könnte gut ohne leben, but it’s our time and we have to live it. Hiermit sei auch die Frage nach der Öffentlichkeit beantwortet: Auch wenn ich mich gegen die Entäußerungstendenzen sträube, sind sie nicht immer zu umgehen. Web 2.0 hat überlebt, jetzt frisst es uns eben.

Und all "this this here" ist natürlich heillos unvollständig und schlecht formuliert. Aber Populärmedien fransen mir immer stark aus.

Nichtmädchen - 8. Jan, 09:49

ach, und niemand sagt das, was ich über mein bloggen sage: es ist eine schlechte angewohnheit - so wie das rauchen.
aber ich kann natürlich jederzeit aufhören.
freu mich sehr auf die lesung, das wird toll!

creekpeople (Gast) - 8. Jan, 10:11

Vielleicht keine so schlechte Angewohnheit wie das Rauchen, aber doch eine Angewohnheit. Den Vergleich würde ich durchaus unterschreiben. (Schöne Vorstellung auch: Feed-Entwöhnungspflaster. Blogger-Kaugummis. Rss-Inhalatoren.)
assotsiationsklimbim - 8. Jan, 10:15

"das posting danach"
"coffee and webloggin, that's a combination, man"
"könnte ich mal um ein posting bitten, comments bitte auch"
_Joschua_ - 9. Jan, 22:10

It's brain farts, not brain arts.

2) Wie lange blogst du schon?
Seit gut 2000, auch wenn man es damals noch nicht derart plakativ Weblog/Blog nannte, aber die Form (chronologische Anordnung von Einträgen, starke Verlinkung untereinander, Kommentarfunktion) war damals schon vorhanden.
Der Inhalt suchte sich also ein passendes Medium. Heute scheint es mir eher umgedreht: Man will bloggen, kommt aber mit der Form des Weblogs nicht ganz zurecht.


3) Warum blogst du eigentlich?
Um Wissen und Erfahrungen weiterzugeben. Ich habe die letzten drei Jahre im Rettungsdienst gearbeitet und konnte Situationen und Lebenswirklichkeiten erleben, die ein Normalbürger nur sehr selten erfährt und die er dann als existentiell bedrohlich ansieht. Ich möchte weitergeben, wie es Menschen in Notsituationen ergeht, was sie tun, was sie sagen.


3 a) Was ist der Reiz am blogen?
Der größte Reiz stellen wohl die Kontakte dar, die sich durch Weblogs ergeben. Sei es der Fotografieinteressierte aus dem Nachbardorf oder die Notärztin aus Berlin, die einem aufgrund der eigenen Einträge eine Email schreibt. Wo man sich im "real life" sehr schwer tut, Gleichgesinnte zu finden, fungiert ein Weblog wie ein großes Plakat am Stadtplatz. Man knüpft Kontakte und tauscht sich man vielen eindrucksvollen Menschen aus, die man sonst nie kennen gelernt hätte.


4) In welchen Situationen blogst du?
Meist nur wenn ich traurig oder wütend bin. (Ist man glücklich mit sich selbst, dann hat man besseres zu tun als vor dem Computer zu sitzen und alleine zu sein.) Nur wenn viele negative Gefühle in mir sind, habe ich die Kraft einen guten Text zu schreiben.


5) Geht es dir in deinen Einträgen auch um Fiktives?
Die Rettungsdienstgeschichten sind allesamt authentisch, stilistisch nur leicht frisiert. Meine andere Geschichten entstehen aus Launen heraus, Gedanken an Befreiungsreisen, ans Abhauen, in jemanden anderen Hineinschlüpfen und durch seine Augen eine Geschichte zu erzählen.


7) Hat dein Blog etwas Literarisches, versuchst du deine Einträge literarisch zu gestalten?
Literarisch im Sinne von bruchstückhaft, berichtartig, ja.


8) Für wen blogst du?
Da ich über meinen Alltag schreibe, denke ich, dass meine Leser für die gleichen Dinge interessieren: Rettungsdienst respektive Menschen in Notsituationen, Literatur, Fotografie und Netzkultur. Ich hoffe, dass meine Leser durch das Weblogs interessante Internetlinks entdecken und durch meine Rettungsdienstgeschichten einen Denkanstoß bekommen.


9) Wie gehst du in deinem Blog mit dieser virtuellen Öffentlichkeit des Internets um?
Bis zur letzten Wochen habe ich diese Öffentlichkeit eher gemieden, da ich keine Kommentare erlaubt habe. Ich wollte, dass meine Einträge für sich sprechen. Auch habe ich mit meinen alten Weblogs die Erfahrung gemacht, dass ich die meisten Kommentare als unpassend oder störend empfunden habe.
Nun, da mein Weblog eine Kommentarfunktion hat, bin ich gespannt, ob sich ein intensiver und interessanter Austausch mit meinen Lesern ergibt. Skeptisch bin ich jedoch immer noch.


11) Ist ein Blog zu lesen interessanter als die Zeitung zu lesen?
Es geht mir primär um den persönlichen Blick des Authors eines Weblogs, um seine Lebenswirklichkeit. Dementsprechend sind für mich auch nur Blogs von Menschen interessant, die ungewöhnliche Erfahrungen machen oder ihr Leben auf eine sehr interessante Weise darstellen können. Zeitungen sollen objektiver Berichten, sie haben die Finanzen um intensiv zu recherchieren. An Weblogs imponieren mir die persönlichen Erfahrungen und Meinungen des Authors.

tscheburaschka (Gast) - 12. Jan, 10:25

just for: sweetpoodle.

1) Was willst du mit deinem Blog-Pseudonym ausdrücken, warum hast du genau dieses Pseudonym gewählt?

tscheburaschka ist ein russisches plüschtier, das auch in romanen und filmen mitspielt. es ist schön und ich suchte noch einen icon für das twoday.net-layout. der name gefiel mir auch recht gut.

2) Wie lange blogst du schon?

seit ende juni 2004

3) Warum blogst du eigentlich?

nichtmädchen erzählte mir im herbst 2004 von lu’s weblog, ich las es. dann besuchten wir ein seminar bei lotman und gegen ende des semesters hatte ich selbst ein weblog.

3 a) Was ist der Reiz am blogen? Geht es darum sich auszutauschen? Geht es um Selbstdarstellung? Macht es einfach "nur" Spaß?

mein weblog ist für mich eine art abstellkammer und gedächtnisstütze. ich beschreibe teilchen aus meinem leben, die mich an bestimmte situationen erinnern, meist ist das aber nicht genau die, die ich in einem eintrag konkret beschreibe. oft handelt es sich nur um ein wort im jeweiligen eintrag, das für mich in einem wichtigen zusammenhang bedeutend ist und erlebnisse für mich zusammenfasst.

4) In welchen Situationen blogst du?

es gibt keine typischen blog-situationen, dachte ich zuerst. wenn ich allerdings in meinem weblog zurückblättere, fällt mir auf, dass manche einträge tendenziell aus üblen stimmungen, launen und sonstigen schwankungen im leben heraus entstanden sind. manchmal bloge ich, um das gefühl zu haben, wenigstens ein bisschen produktiv gewesen zu sein.


5) Geht es dir in deinen Einträgen auch um Fiktives? Fiktiv, in dem Sinne, dass man Erlebtes so hinschreibt, dass es interessanter zu lesen ist, also vielleicht ein klein wenig verändert? Blogst du einfach vor dich hin oder sind deine Einträge durchdacht und geplant bzw. haben ein Konzept?

um fiktives im sinne von ‚fiktion’ geht es mir nicht. ich verwende allerdings, wenn ich über andere personen schreibe nicht den namen, der in ihren urkunden steht, sondern solche, die ich für sie bestimmt habe. eigentlich mache ich das aber im leben außerhalb des weblogs auch so.

6) Welches Konzept, so du eines hast, verfolgst du mit deinem Blog? (Z.B. Ist es ein journalistisches blog...)

ich habe kein bestimmtes konzept, das ich verfolge. es geht um das leben, aber nicht um alle bereiche.

7) Hat dein Blog etwas Literarisches, versuchst du deine Einträge literarisch zu gestalten?

ob mein blog etwas literarisches hat, kann und will ich nicht beurteilen. es macht mir spaß, ab und zu mit sprache zu spielen – je nach lebenssituation gelingt das vielleicht auch manchmal. primär geht es mir aber nicht darum.

8) Für wen blogst du? Wie stellst du dir deinen Adressatenkreis vor? Glaubst du, du kannst in deinem Blog etwas bewirken bzw. verändern bzw. meinungsbildend sein?

ich glaube nicht, dass mein blog meinungsbildend ist – es sei denn, dazu zählt auch, dass sich jemand eine meinung über mich bilden will. ich kenne ein paar der menschen, die mein blog lesen, persönlich und bin immer wieder überrascht, wenn ich sehe, dass es doch einige mir unbekannte menschen gibt, die mein blog abonniert haben und auch lesen. ich glaube, dass ich menschen, die mein blog regelmäßig lesen wollen, sympathisch finde, weil es menschen eines guten schlages sind und so stelle ich mir meine leser auch vor.

9) Wie gehst du in deinem Blog mit dieser virtuellen Öffentlichkeit des Internets um?

dinge, die ich nicht öffentlich machen will, werden nicht veröffentlicht und da gibt es einiges.

10) Bist du blogsüchtig?

in gewissem sinne: ja. man kann irgendwie nicht damit aufhören, auch wenn man lange zeit nicht blogt. blogs lesen muss man sowieso.

11) Ist ein Blog zu lesen interessanter als die Zeitung zu lesen, obwohl ja die heutige Berichterstattung auch versucht unterhaltsam zu sein? Oder geht es um den persönlicheren Blick des Blogers?

ein blog zu lesen ist deshalb interessant, weil es um die persönliche sicht der dinge und wie man diese versprachlicht geht, deshalb ist es für mich, wenn man diesen aspekt herausnimmt, interessanter blogs als die zeitung zu lesen. zeitungen lese ich aus anderen gründen.

tscheburaschka (Gast) - 12. Jan, 10:27

just for: sweetpoodle.

1) Was willst du mit deinem Blog-Pseudonym ausdrücken, warum hast du genau dieses Pseudonym gewählt?

tscheburaschka ist ein russisches plüschtier, das auch in romanen und filmen mitspielt. es ist schön und ich suchte noch einen icon für das twoday.net-layout. der name gefiel mir auch recht gut.

2) Wie lange blogst du schon?

seit ende juni 2004

3) Warum blogst du eigentlich?

nichtmädchen erzählte mir im herbst 2004 von lu’s weblog, ich las es. dann besuchten wir ein seminar bei lotman und gegen ende des semesters hatte ich selbst ein weblog.

3 a) Was ist der Reiz am blogen? Geht es darum sich auszutauschen? Geht es um Selbstdarstellung? Macht es einfach "nur" Spaß?

mein weblog ist für mich eine art abstellkammer und gedächtnisstütze. ich beschreibe teilchen aus meinem leben, die mich an bestimmte situationen erinnern, meist ist das aber nicht genau die, die ich in einem eintrag konkret beschreibe. oft handelt es sich nur um ein wort im jeweiligen eintrag, das für mich in einem wichtigen zusammenhang bedeutend ist und erlebnisse für mich zusammenfasst.

4) In welchen Situationen blogst du?

es gibt keine typischen blog-situationen, dachte ich zuerst. wenn ich allerdings in meinem weblog zurückblättere, fällt mir auf, dass manche einträge tendenziell aus üblen stimmungen, launen und sonstigen schwankungen im leben heraus entstanden sind. manchmal bloge ich, um das gefühl zu haben, wenigstens ein bisschen produktiv gewesen zu sein.


5) Geht es dir in deinen Einträgen auch um Fiktives? Fiktiv, in dem Sinne, dass man Erlebtes so hinschreibt, dass es interessanter zu lesen ist, also vielleicht ein klein wenig verändert? Blogst du einfach vor dich hin oder sind deine Einträge durchdacht und geplant bzw. haben ein Konzept?

um fiktives im sinne von ‚fiktion’ geht es mir nicht. ich verwende allerdings, wenn ich über andere personen schreibe, nicht den namen, der in ihren urkunden steht, sondern solche, die ich für sie bestimmt habe. eigentlich mache ich das aber im leben außerhalb des weblogs auch so.

6) Welches Konzept, so du eines hast, verfolgst du mit deinem Blog? (Z.B. Ist es ein journalistisches blog...)

ich habe kein bestimmtes konzept, das ich verfolge. es geht um das leben, aber nicht um alle bereiche.

7) Hat dein Blog etwas Literarisches, versuchst du deine Einträge literarisch zu gestalten?

ob mein blog etwas literarisches hat, kann und will ich nicht beurteilen. es macht mir spaß, ab und zu mit sprache zu spielen – je nach lebenssituation gelingt das vielleicht auch manchmal. primär geht es mir aber nicht darum.

8) Für wen blogst du? Wie stellst du dir deinen Adressatenkreis vor? Glaubst du, du kannst in deinem Blog etwas bewirken bzw. verändern bzw. meinungsbildend sein?

ich glaube nicht, dass mein blog meinungsbildend ist – es sei denn, dazu zählt auch, dass sich jemand eine meinung über mich bilden will. ich kenne ein paar der menschen, die mein blog lesen, persönlich und bin immer wieder überrascht, wenn ich sehe, dass es doch einige mir unbekannte menschen gibt, die mein blog abonniert haben und auch lesen. ich glaube, dass ich menschen, die mein blog regelmäßig lesen wollen, sympathisch finde, weil es menschen eines guten schlages sind und so stelle ich mir meine leser auch vor.

9) Wie gehst du in deinem Blog mit dieser virtuellen Öffentlichkeit des Internets um?

dinge, die ich nicht öffentlich machen will, werden nicht veröffentlicht und da gibt es einiges.

10) Bist du blogsüchtig?

in gewissem sinne: ja. man kann irgendwie nicht damit aufhören, auch wenn man lange zeit nicht blogt. blogs lesen muss man sowieso.

11) Ist ein Blog zu lesen interessanter als die Zeitung zu lesen, obwohl ja die heutige Berichterstattung auch versucht unterhaltsam zu sein? Oder geht es um den persönlicheren Blick des Blogers?

ein blog zu lesen ist deshalb interessant, weil es um die persönliche sicht der dinge und wie man diese versprachlicht geht, deshalb ist es für mich, wenn man diesen aspekt herausnimmt, interessanter blogs als die zeitung zu lesen. zeitungen lese ich aus anderen gründen.

tscheburaschka - 12. Jan, 10:29

oij.

wollte beistrichfehler ausbessern, jetzt ist das alles doppelt da.
assotsiationsklimbim - 12. Jan, 16:14

immer wenn ich dieses oij lese muss ich an mike skinner denken, wie er das sagt oij oij oij und sehe eine horde torkelnder lads, bierglas-in-hand, auf mich zukommen, d'you say somethin? brüllend. sehr passend also.
taratorka (Gast) - 13. Jan, 12:17

1) Was willst du mit deinem Blog-Pseudonym ausdrücken, warum hast du genau dieses Pseudonym gewählt?
mein blog-pseudonym kommt von dem russischen wort mapamopka - russ. quasselstrippe, plappermaul. Wieso russisch? Lebenssituationsbedingt. ich hatte an der uni gerade einen russisch-kurs belegt und fand gerade alles auf russisch umwerfend.

2) Wie lange blogst du schon?
seit april 05

3) Warum blogst du eigentlich?
Angefangen hat es mit blog-lesen und dem angeheiterten herrn creekpeople, der mir in einer verrauchten stube in rauris einen abend lang klar zu machen versuchte, wie toll blogs sind und am ende zwei blog-adressen auf einen bierdeckel gekritzelt hat. Ich hab nicht besonders viel davon verstanden (das lag nicht nur an mir), aber er hat mich freundlicherweise immer mal wieder daran erinnert, dass es da blogs gibt und dass ich da mal vorbei schauen muss. Hab ich dann irgendwann auch und wollte das dann selber probieren. Die eigentliche frage müsste aber lauten, warum ich so lange dabei geblieben bin (darauf hab ich keine antwort).

3 a) Was ist der Reiz am blogen? Geht es darum sich auszutauschen? Geht es um Selbstdarstellung? Macht es einfach "nur" Spaß?
bloggen hat sicher zu einem gewissen anteil mit selbstdarstellung zu tun, ich glaube, das geht gar nicht anders. Das läuft ganz automatisch. Dadurch dass man entscheidet, was man reinschreibt und was nicht (und das ist ja immer eine selektion), entwirft sich ein gefiltertes bild. Ganz sicher blogge ich aber auch aus „schreiblust“. Das blog hat für mich zudem eine art „blackbox“-funktion, d.h. es zeichnet (aus meiner sicht) relevante lebens-ausschnitte auf und dient reflexionszwecken. Ich mag besonders die möglichkeit, subjektiv sein zu dürfen und so unverständlich, bruchstückhaft, wie ich möchte. Das steht ganz im gegensatz zu den texten, mit denen ich sonst so zu tun habe (als studentin und meldungsschreiberin); Beim bloggen ist man kaum an regeln gebunden, abgesehen von jenen, die man sich selbst setzt. Bloggen ist in dieser hinsicht nicht sanktioniert. Die textsorte „blog-eintrag“ (oder wie auch immer man es nennen will) ist da sehr offen, vielleicht auch, weil sie noch sehr jung ist, da gibt es noch viel zu experimentieren und auszuprobieren.

4) In welchen Situationen blogst du?

5) Geht es dir in deinen Einträgen auch um Fiktives? Fiktiv, in dem Sinne, dass man Erlebtes so hinschreibt, dass es interessanter zu lesen ist, also vielleicht ein klein wenig verändert? Blogst du einfach vor dich hin oder sind deine Einträge durchdacht und geplant bzw. haben ein Konzept?
es kann passieren, dass die fabulier-lust hin und wieder mit mir durchgeht, ein bisschen was fiktives ist sicher immer dabei.

6) Welches Konzept, so du eines hast, verfolgst du mit deinem Blog? (Z.B. Ist es ein journalistisches blog...)
weil ich mittlerweile im journalismus arbeite, kommen sicher auch erfahrungen und erlebnisse, die im weitesten sinn mit journalismus zu tun haben, darin vor. Als journalistisches blog würde ich meins nicht bezeichnen. (was versteht man darunter?) – ein konzept, das man sich vor blog-start ausdenkt, gab und gibt es bei mir eigentlich nicht.

7) Hat dein Blog etwas Literarisches, versuchst du deine Einträge literarisch zu gestalten?
was literarisches, in dem sinne, dass ich hoffe, dass es sich gut liest - ja. Literarische gestaltung – das ist keine bewusste entscheidung, es gibt in meinem blog keine texte, die bewusst als literarisch gekennzeichnet sind (keine downloads o.ä.). das steht eigentlich nicht im vordergrund. allerdings muss ich sagen, ich lese blogs besonders gerne, wenn sie gut geschrieben sind. Und in diesem „gut“ ist auch eine bestimmte literarizität mit eingeschlossen.

8) Für wen blogst du? Wie stellst du dir deinen Adressatenkreis vor? Glaubst du, du kannst in deinem Blog etwas bewirken bzw. verändern bzw. meinungsbildend sein?
das ist ein bisschen der clou an der sache: man weiß es nicht. Am anfang hab ich gedacht, das blog liest kein mensch. Auf einem fest hat mich mal jemand auf mein blog angeredet und gesagt, dass er es gerne liest. Das freut einen dann ungemein. Ich hab bis heute keine ahnung, wie er/sie drauf gekommen ist. Ich bin immer mal wieder erstaunt und positiv überrascht, wenn jemand versteht;

9) Wie gehst du in deinem Blog mit dieser virtuellen Öffentlichkeit des Internets um?
namen abgekürzt.

10) Bist du blogsüchtig?
bloggen gehört für mich mittlerweile einfach dazu. man ist ja auch nicht zeitungssüchtig, nur weil man täglich zeitung liest, oder? Wenn man allerdings als süchtig durchgeht, wenn einem die zeitung abgeht, wenn sie mal nicht kommt, dann bin ich blogsüchtig. Weiter gehen die entzugserscheinungen bei mir aber nicht.

11) Ist ein Blog zu lesen interessanter als die Zeitung zu lesen, obwohl ja die heutige Berichterstattung auch versucht unterhaltsam zu sein? Oder geht es um den persönlicheren Blick des Blogers?
ein blog ist etwas völlig anderes als eine zeitung und eigentlich nicht vergleichbar, ich glaube man liest zeitungen nicht aus dem gleichen grund wie man blogs liest. In blogs gibt es oft „news“, die mich interessieren, die aber in „herkömmlichen“ medien nicht mal ansatzweise vorkommen. ein unterschied besteht außerdem in der perspektive auf die dinge.

die konsumkinder (Gast) - 14. Jan, 10:39

Ein Lebenszeichen und Antworten

Da die Lesung immer näher rückt, auch mal ein Lebenszeichen von mir. Als erstes verzeiht meine Inaktivität, aber eine gewisse Urlaubs- und Nichts-tu-Mentalität haben mich zur Faulheit gezwungen.

Die Konsumkinder sind in jetziger Form seit Mitte 2005 online, die zwei Vorgängerseiten (damals noch nicht unter dem klingenden Begriff Weblog) reichen aber bis ins Jahr 2000 zurück, damals mehr als WG-Statusplattform während des Studiums. Nach Studienabschluß Ende 2004 musste eine neue Seite ins Netz, da mir in meiner damaligen Wohnung allerdings ein Internetzugang fehlte, war das Bloggen doch erheblich erschwert. Als ich schließlich mein jetziges Domizil mit Internetzugang bezog, war den Konsumkindern nichts mehr im Wege.

Der Name ist nicht zwingend Programm, es musste einfach eine klingende Domain her und damit basta. Die Konsumkinder sind immer noch in der Entwicklungsphase, was sie mit dem Blog eigentlich machen wollen und schreiben relativ konzeptlos vor sich hin. Kurz zum verwendeten Plural: Die Konsumkinder sind mein schizophrenes ich, d.h. wir sind ich, klingt einfach aber nach mehr und viele sind auch allein lustiger (zumindest vor dem Rechner), deswegen Die Konsumkinder und nicht Das Konsumkind. Aber keine Sorge ich kenne auch echte Menschen und bin nicht gänzlich verrückt.

Der Blog ist jetzt einfach da, ohne dabei irgendwelche Ansprüche an die literarische Qualität zu stellen. Einfach drauflostippen und sehen was dabei rauskommt. Ich „beschreibe“ kein Zielpublikum, freue mich aber dennoch über Kommentare, die mir bestätigen, meine Artikel werden doch ab und an bis zum Ende gelesen.

Ich bin eher nicht blogsüchtig, es ist eigentlich mehr eine Verpflichtung mir selbst gegenüber geworden, mehr oder minder regelmäßig einen Beitrag zu schreiben, um eine gewisse Kontinuität ins Chaos Leben zu bringen. Ich lese selber sehr wenige Blogs, meist die aus meiner Blogroll, seit kurzem auch die hier Anwesenden. Ich würde aber nie auf die Idee kommen mir meine täglichen News via Blog zu beschaffen.

Interessant ist der Punkt mit der virtuellen Öffentlichkeit: Es ist faszinierend irgendeinen Blödsinn zu verfasssen und irgendwie zu wissen, diese Worte könnten überall gelesen werden (bis auf meine alte Wohnung). Spannend dann eine Diskussion oder eine Lesung im „analogen“ Leben bei der Blogging Thema ist und somit auch mein kleines Notizbuch genannt Konsumkinder aus dem virtuellem Raum in die Realität gezogen wird. Ich freu mich schon und bin sehr gespannt.

fex (Gast) - 15. Jan, 18:04

Antworten

1) Was willst du mit deinem Blog-Pseudonym ausdrücken, warum hast du genau dieses Pseudonym gewählt?

Das eicherne Horn ist ein nicht-verniedlichtes Eichhörnchen. Das Wort und das Tier Eichhörnchen waren oft in meinem Kopf und beim Spielen damit hab ich irgendwann das eicherne Horn gefunden.

2) Wie lange blogst du schon?

Seit 13 Monaten.


3) Warum blogst du eigentlich?

Ich habe damit angefangen, weil es ein interessantes und neues Gefühl war, so "öffentlich" zu sein.

3 a) Was ist der Reiz am blogen? Geht es darum sich auszutauschen? Geht es um Selbstdarstellung? Macht es einfach "nur" Spaß?

Ja, ja, in erster Linie ist es sicher die Selbstdarstellung; und ein bisschen Austausch. Und irgendwie ist es auch eine weitere Möglichkeit für mich, Zeit und Gedanken und Lebensfetzen zu archivieren ...

4) In welchen Situationen blogst du?

Wenn ich mir Zeit für mich nehme, mich auf mich einlasse. Zu selten. Noch.

5) Geht es dir in deinen Einträgen auch um Fiktives? Fiktiv, in dem Sinne, dass man Erlebtes so hinschreibt, dass es interessanter zu lesen ist, also vielleicht ein klein wenig verändert? Blogst du einfach vor dich hin oder sind deine Einträge durchdacht und geplant bzw. haben ein Konzept?


6) Welches Konzept, so du eines hast, verfolgst du mit deinem Blog? (Z.B. Ist es ein journalistisches blog...

Mein Konzept ist kein Konzept.

7) Hat dein Blog etwas Literarisches, versuchst du deine Einträge literarisch zu gestalten?

Bis jetzt ist es mir schwer gefallen einen Prosatext zu schreiben. Mit anderen Worten: ich hatte einfach keine Lust dazu... vielleicht ist mir das dann auch zu privat, zu direkt.

Ja, für mich hat mein Blog auf jeden Fall etwas Literarisches. Deshalb sehe ich meinen Webblog auch nicht als Tagebuch.

8) Für wen blogst du? Wie stellst du dir deinen Adressatenkreis vor? Glaubst du, du kannst in deinem Blog etwas bewirken bzw. verändern bzw. meinungsbildend sein?

Über meinen Adressatenkreis habe ich mir wirklich noch keine Gedanken gemacht. Auch wenn mein Webblog eine Art Selbstdarstellung, so schreibe ich doch in erster Linie für mich selbst. So selbst-ernstnehm-lernprozess-mäßig.

9) Wie gehst du in deinem Blog mit dieser virtuellen Öffentlichkeit des Internets um?


10) Bist du blogsüchtig?

Nein, nein.

11) Ist ein Blog zu lesen interessanter als die Zeitung zu lesen, obwohl ja die heutige Berichterstattung auch versucht unterhaltsam zu sein? Oder geht es um den persönlicheren Blick des Blogers?

fex - 15. Jan, 18:40

Man hat mich eben darauf aufmerksam gemacht, dass mein Pseudonym ein anderes ist: FEX. Getauft wurde ich von Tscheburaschka auf offener Eissee.

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