das pseudonym assotsiationsklimbim ist ein missgeschick, eigentlich sollte so nur mein blog heißen und ich selbst mauszfabrick, was schon seit ca. 99 mein netzname ist. ich habe das nur beim anlegen des blogs aus schlampigkeit falsch gemacht. mauszfabrick ist die verballhornung meines alten netznamens durch viele user der fm4.orf.at-community, assotsiationsklimbim entstand dadurch, dass ich im rahmen der wienreise der mittelschule im kunsthistorischen museum mit einer freundin auf einer bank saß, sie assoziationen sagte und ich klimbim.
ich habe angeregt durch ein seminar bei jurijmlotman zum thema und die lektüre von rainald goetz' abfall für alle im frühjahr 04 zu bloggen begonnen. die begeisterung für goetz' projekt war dabei wohl die haupttriebkraft. die alte antvillschule rund um peter praschl und natürlich andy warhol würde ich als weitere vorbilder angeben wollen.
das assoziationsklimbim ist also ebenfalls der versuch der konsequenten aufzeichnung der lebensbereiche, die dafür geeignet erscheinen. der untertitel weblog für pop, schmerzen und twenage angst sagt genau das: pop ist meine wahrnehmung der mich umgebenden welt (medien, menschen, lektüre), schmerzen
sind die angeblich nichtdiskursiven bereiche ("körper", "gefühle", birth-school-work-death), twenage angst benennt meine so called lebensituation: weißer männlicher literaturwissenschaftsstudierender gebildeter reicher weißer eltern.
der reiz liegt sowohl im prozess des aufzeichnens des tagtäglich um mich entstehenden texts wie im rückwirken dieses textes auf das so genannte "echte leben". ein freund hat einmal gesagt, man würde mir anmerken, dass ich dinge nicht einfach erlebe, sondern sie als die texte lese, als die ich sie lesen will. ein heimliches hauptthema des klimbim ist genau das: diese immer schon bestehende rückkoppelung, die vermitteltheit der welt, das freudige begrüßen der abwesendheit einer eigentlichtkeit, eines wesens, einer präsenz. der zeichenkampf. die affirmation. die missverständnisse. die metaebenen. die müdigkeit. das pathos. dazu schöne oberflächen, gute musik und richtige anziehsachen.
zu beginn dachte ich noch, es würde vieles nicht ins klimbim passen. ich wollte nie unschickes, politisches, körperliches, sex, liebe oder gefühle erwähnen. was alles doch blogbar ist und wie schön der text durch sein immer breiteres abdecken immer mehrerer dinge wird, lerne ich jeden tag noch neu. die auswahl dessen, was gebloggt wird, wird durch sehr viel zufall und den grundsatz, nur schickes und positives zu bloggen, getroffen. nach wie vor gilt, dass im klimbim keine dritten personen kenntlich in einer weise erwähnt werden, von der ich annehmen kann, dass sie ihnen nicht recht wäre; dass es keine ironie geben darf; dass das unwichtigste am klimbim das feiern eines ichs ist, das sich nicht im text versteckte. berechtigung zur aufzeichnung ist nicht die besonderheit eines ichs, sondern die der welt. das, was man gerne den jetzt-sound nennt, völlig zu vermeiden, gelingt mir nicht immer.
ich würde mich dagegen wehren von fiktionalisierung zu sprechen, weil das ja sagen würde, es gäbe überhaupt texte, die sich "realistisch" auf prädiskursive phänomene bezögen. genau das glaube ich ja nicht. manchmal verwende ich anfangsbuchstaben von namen, von denen ich glaube, dass die damit bezeichneten menschen nicht wissen, dass ich sie so nenne.
ich benütze das klimbim als arbeitsinstrument und rohstoffquelle für meine ja bekannten anderen versuche, literarische texte zu verfassen. ich würde es nicht als literatur lesen, es wäre aber sicher lustig, wenn das jemand täte.
nach meiner blauäugigkeit ganz zu beginn weiß ich mittlerweile eher schon, welche mir offline bekannten und auch nicht bekannten menschen das klimbim lesen. ideale leser/in (jauß) wäre jemand, die/der genau wie ich ist.
ich finde es (wie in der offlinediskussion gesagt) falsch, den begriff sucht zu verwenden. luftsüchtig sagt man ja auch nicht. ich kann auch keine virtuelle öffentlichkeit erkennen. das netz ist kein ort, der weniger "real" ist, als der supermarkt gegenüber. hier wie im "echten leben" konstruieren wir aus zeichen "identitäten". hier ist das vielleicht ein bisschen offensichtlicher.
ich lese mittlerweile viel mehr im netz als offline-zeitung/mainstream-medien. es ist schneller, schicker und stimmiger hier.
nee, nicht gelesen. ich finde nur den satz allein schon so oft so passend, dass ich mich manchmal nicht zurückhalten kann, ihn nicht zu verwenden. so "privat" zum lesen komm ich ja kaum noch, leider.
alles gelingen ist gnade
ich habe angeregt durch ein seminar bei jurijmlotman zum thema und die lektüre von rainald goetz' abfall für alle im frühjahr 04 zu bloggen begonnen. die begeisterung für goetz' projekt war dabei wohl die haupttriebkraft. die alte antvillschule rund um peter praschl und natürlich andy warhol würde ich als weitere vorbilder angeben wollen.
das assoziationsklimbim ist also ebenfalls der versuch der konsequenten aufzeichnung der lebensbereiche, die dafür geeignet erscheinen. der untertitel weblog für pop, schmerzen und twenage angst sagt genau das: pop ist meine wahrnehmung der mich umgebenden welt (medien, menschen, lektüre), schmerzen
sind die angeblich nichtdiskursiven bereiche ("körper", "gefühle", birth-school-work-death), twenage angst benennt meine so called lebensituation: weißer männlicher literaturwissenschaftsstudierender gebildeter reicher weißer eltern.
der reiz liegt sowohl im prozess des aufzeichnens des tagtäglich um mich entstehenden texts wie im rückwirken dieses textes auf das so genannte "echte leben". ein freund hat einmal gesagt, man würde mir anmerken, dass ich dinge nicht einfach erlebe, sondern sie als die texte lese, als die ich sie lesen will. ein heimliches hauptthema des klimbim ist genau das: diese immer schon bestehende rückkoppelung, die vermitteltheit der welt, das freudige begrüßen der abwesendheit einer eigentlichtkeit, eines wesens, einer präsenz. der zeichenkampf. die affirmation. die missverständnisse. die metaebenen. die müdigkeit. das pathos. dazu schöne oberflächen, gute musik und richtige anziehsachen.
zu beginn dachte ich noch, es würde vieles nicht ins klimbim passen. ich wollte nie unschickes, politisches, körperliches, sex, liebe oder gefühle erwähnen. was alles doch blogbar ist und wie schön der text durch sein immer breiteres abdecken immer mehrerer dinge wird, lerne ich jeden tag noch neu. die auswahl dessen, was gebloggt wird, wird durch sehr viel zufall und den grundsatz, nur schickes und positives zu bloggen, getroffen. nach wie vor gilt, dass im klimbim keine dritten personen kenntlich in einer weise erwähnt werden, von der ich annehmen kann, dass sie ihnen nicht recht wäre; dass es keine ironie geben darf; dass das unwichtigste am klimbim das feiern eines ichs ist, das sich nicht im text versteckte. berechtigung zur aufzeichnung ist nicht die besonderheit eines ichs, sondern die der welt. das, was man gerne den jetzt-sound nennt, völlig zu vermeiden, gelingt mir nicht immer.
ich würde mich dagegen wehren von fiktionalisierung zu sprechen, weil das ja sagen würde, es gäbe überhaupt texte, die sich "realistisch" auf prädiskursive phänomene bezögen. genau das glaube ich ja nicht. manchmal verwende ich anfangsbuchstaben von namen, von denen ich glaube, dass die damit bezeichneten menschen nicht wissen, dass ich sie so nenne.
ich benütze das klimbim als arbeitsinstrument und rohstoffquelle für meine ja bekannten anderen versuche, literarische texte zu verfassen. ich würde es nicht als literatur lesen, es wäre aber sicher lustig, wenn das jemand täte.
nach meiner blauäugigkeit ganz zu beginn weiß ich mittlerweile eher schon, welche mir offline bekannten und auch nicht bekannten menschen das klimbim lesen. ideale leser/in (jauß) wäre jemand, die/der genau wie ich ist.
ich finde es (wie in der offlinediskussion gesagt) falsch, den begriff sucht zu verwenden. luftsüchtig sagt man ja auch nicht. ich kann auch keine virtuelle öffentlichkeit erkennen. das netz ist kein ort, der weniger "real" ist, als der supermarkt gegenüber. hier wie im "echten leben" konstruieren wir aus zeichen "identitäten". hier ist das vielleicht ein bisschen offensichtlicher.
ich lese mittlerweile viel mehr im netz als offline-zeitung/mainstream-medien. es ist schneller, schicker und stimmiger hier.
hiltbrunner-zitat
(ich habs mir vor paar monaten im netz gekauft.)